Gernot Hassknecht, wie er leibt und lebt


Von Claudia Stehle, 10. April 2012. Foto: Karl-Heinz Bärtl.

Solo-Programm – Pfungstädter Schauspieler Hans-Joachim Heist bringt ab Herbst „Heute-Show“-Ekel auf die Bühne

Pfungstadt„Die Idee dazu entstand durch die enorme Reaktion der Fernsehzuschauer auf die Figur des Gernot Hassknecht“, sagt Hans-Joachim Heist. Als Hassknecht kommentiert er in der „Heute-Show“ aktuelle politischen Themen und neigt dabei zu Entgleisungen, die manchmal auch unter der Gürtellinie liegen.
Er hat inzwischen mehr als 9000 Fans auf Facebook. Derzeit entwickelt er zusammen mit Morten Kühne, dem Textschreiber der „Heute -Show“, und anderen Autoren aus dieser Mannschaft ein Programm „Hassknecht live“. Heist sagt, „Heute-Show“-Moderator Oliver Welke und die Redaktion der Sendung stünden voll und ganz hinter dem Projekt. Es soll eine multimediale Schau werden, die Spots aus Staffeln der seit 2009 beim ZDF ausgestrahlten und vielfach ausgezeichneten Sendung verbindet mit Details aus der Biografie des Kommentators – vom Kindergarten über Schulzeit und Sozialisierung geht es dabei bis zu den Fernsehauftritten.
„Mir liegen schon ganz hervorragende Texte vor“, sagt Heist, der für dieses Programm auch selbst als Autor tätig wird. Mit dabei sind Themen aus Hassknechts Privatleben, etwa die Dauer-Ehekrise mit Ehefrau Renate, Opa Wahnfried Hassknecht oder sein liebstes Hobby, das Verfassen von geharnischten Beschwerdebriefen. Das Programm soll etwa zwei Stunden dauern und alle seine Fans im breiten Spektrum zwischen Teenager- und Seniorenalter erreichen. „Es sind vor allem viele junge Leute, die mich auf den Gernot Hassknecht ansprechen“, berichtet Heist, dem die Rolle des wortgewaltigen Kommentators einen Karriereschub brachte. Sie habe beim Publikum zu einer veränderten Wahrnehmung des Schauspielers Heist geführt.
Dieser sagt über den Comedy-Part: „Ich muss mich mit der Figur, die ich spiele identifizieren: Ich bin dann ganz Gernot Hassknecht, der eine eigene Vita hat“, meint er. Heist glaubt, dass ihm das gelingt. Oliver Welke, der Produzent der „Heute-Show“ und sein Team hätten dem Kommentator Gernot Hassknecht zu einer Biografie verholfen, die er als Schauspieler glaubwürdig wiedergeben könne.
Der Tourneestart der Live-Show ist für November vorgesehen. Geplant sind dabei Auftritte in Hallen ab 400 Zuschauern aufwärts. Vorpremieren soll es schon früher geben. Ein Herzenswunsch wäre für den Pfungstädter Heist eine solche Vorpremiere in seiner Heimatstadt, in der er bis zum Jahreswechsel auch selbst als Kommunalpolitiker für die SPD im Stadtparlament aktiv war. „Dort hätte ich allerdings niemals den ,Hassknecht‘ in meinen Debattenbeiträgen gemacht“, betont Heiss.

Heist ist ausgebucht: Im Frühjahr und Herbst 2013 will er erneut mit „Hassknecht live“ auf Tour gehen. Für das neue Tourneeprogramm verzichtet er auf sein Solo „Allein in der Sauna“, mit dem er seit 2007 unterwegs war. Im Programm behalten will er dagegen seinen Heinz-Erhardt-Abend „Noch ’n Gedicht“ sowie die Solostücke „Der Kontrabass“ und „Die Sternstunde des Josef Bieder“.
Nach Auftritten auf dem Kreuzfahrtschiff „MS Europa“ im Juni mit „Noch’ n Gedicht“ und einem Eugen-Roth-Abend übernimmt der Schauspieler dann im August bei den Festspielen „Barock am Main“ im Bolongaro-Park von Frankfurt-Höchst eine Rolle im „Geizigen“ von Molière, der dort in einer Mundartversion von Rainer Dachselt gespielt wird. In Düsseldorf wird er in„Kein Pardon – Das Musical“ als Nachfolger von Dirk Bach in der Rolle des cholerischen Fernsehmoderators Heinz Wäscher zu erleben sein.

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